Es gibt Menschen denen man begegnet und augenblicklich weiß, dass die gemeinsame Zeit wunderbar sein wird. Unsere Freundin Linda gehört zu dieser Kategorie. Sie ist eine faszinierende junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Mit ihr kann man die Leichtigkeit des Lebens feiern als auch lange tiefgründige Gespräche führen. Ebenjene regen uns oft zur Sicht aus einer anderen Perspektive an. Fragestellungen, die einen manchmal im Gespräch aufhorchen und innehalten lassen, da diese oftmals stärker das eigene Ich betreffen und einen Gedankenprozess in Gang setzen – die wohl eher seltenen Momente der Reflexion in dieser schnelllebigen Gesellschaft.

Das Interview mit Linda Meißner

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Was ist dein persönliches Motto, welches dich stets begleitet?
Linda: „Ich bin meines Glückes Schmied“. Dieses Sprichwort gibt mir das gute Gefühl, dass ich selbst in der Lage dazu bin mein Glück zu erzeugen und mein Leben selbst zu gestalten. So bin ich nicht abhängig von äußeren günstigen Gegebenheiten. Ich würde es allerdings nicht allgemeingültig im Sinne von „Jeder ist seines Glückes Schmied“ verwenden, da es leider keine Chancengleichheit gibt.

Drei Dinge, die Deine Freunde über Dich sagen?
Linda: Puh, das finde ich schwer. Ich muss schmunzeln, weil ich diese Frage über die vermutete Fremdwahrnehmung auch in meinen Therapien stelle und nun selbst Schwierigkeiten habe darauf zu antworten. Ich denke, dass meine Freunde über mich sagen würden, dass ich sportlich/aktiv bin, aufgeschlossen und ich mich manchmal etwas zu gut unter Kontrolle habe.

Gibt es eine Botschaft an dein jüngeres Ich?
Linda: Sei mutig und wage auch Dinge, die nicht in eine klare, überlegte Linie passen, sondern einfach nur Spaß machen.

Was spornt dich an? Wie begegnest Du Herausforderungen?
Linda: Ich bin neugierig auf die Vielfältigkeit des Lebens. Mich spornt an, wenn ich das Gefühl habe, etwas neues über Menschen lernen oder die Welt entdecken zu können und sehe dies auch als persönliche Entwicklung. Den größten Ansporn erlebe ich, wenn ich Dinge tue oder erlebe, die in mein Wertegerüst hineinpassen und ich sie als Puzzlestück eines großen Ganzen betrachten kann.

Herausforderungen begegne ich zunächst einmal aufgeschlossen und sehe sie als Chance, etwas Neues zu kreieren.

Gibt es die EINE, BESTE Entscheidung in Bezug auf deine berufliche Laufbahn?
Linda: Definitiv Diversität! Ich bin froh nicht den klassischen Weg des Abiturs, Psychologie Studiums, Psychotherapie Ausbildung gegangen zu sein. Gerade jetzt erlebe ich eine besonders bereichernde Zeit, in der ich mich noch mal mit etwas völlig Neuem beschäftigen darf, was mich unheimlich glücklich macht.

Was macht dir an deinem Beruf am meisten Spaß?
Linda: Der Kontakt zu sehr unterschiedlichen Menschen und zu sehen, welch Potentiale in Kindern und Jugendlichen stecken!

Gibt es den EINEN wichtigen Ratschlag, welchen du auf deinem Lebens-/ Berufsweg erhalten hast?
Linda: Ich würde es in erster Linie erstmal als Grundhaltung beschreiben, mit der ich aufgewachsen bin und die mir meine Eltern entgegengebracht haben: Egal, was du dir aussuchst, wir unterstützen dich dabei, es gut was du tust und du darfst frei wählen. Meine Eltern haben sich schon in meinem Kindesalter über alle Berufswünsche, die ich hatte, gefreut. Sei es Schriftstellerin, Modedesignerin, Sportkauffrau, Erzieherin oder eben Psychotherapeutin. Der kürzlich beste Ratschlag war wohl „mach es doch einfach!“

Was würdest du heute nochmals gerne erlernen wollen, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?
Linda: Ich bin total zufrieden mit meinem Beruf. Könnte ich nochmal studieren, würde ich wahrscheinlich Medizin studieren und mich mit Neurologie beschäftigen. Ich liebe aber auch kreative Berufe und bin naturverbunden, sodass ich, wenn ich einfach nur von einem irrationalen Traum ausgehe, gern schreinern würde.

Im Hinblick auf KUCK gebietet es mir meine Neugierde, mit Linda über die Rolle von Schmuck in ihrem Leben zu sprechen. Es ist immer wieder spannend zu hören und zu erleben, welche unterschiedlichen Assoziationen Menschen ganz individuell mit Schmuck in Verbindung bringen.

Verbindest du mit Schmuck eine bestimmte Bedeutung?
Linda: Schmuck hat für mich eine hohe emotionale Bedeutung. Ich sehe Schmuck als einen Wert, der von Generation zu Generation getragen werden kann und, der seine eigene Geschickte mitbringt. Auch nicht-Erbstücke erzeugen in mir Assoziationen zu einer speziellen Zeit, einem besonderen Gefühl oder einer lieben Person.

Hast du Erinnerungen, welche du mit Schmuck in Verbindung bringst?
Linda: Die sind sehr unterschiedlich. Die wohl prägnantesten beziehen sich auf meinen Verlobungs- und Ehering. Den Ehering haben wir in einer kleinen Schmiede bei einem groß gewachsenen Südamerikaner mit riesigen Pranken anfertigen lassen, der uns nach unseren Persönlichkeiten, Sichtbarkeit im Beruf und unserer Beziehungsgeschichte gefragt hat. Aus diesem Gespräch ist für uns ein sehr persönliches Schmuckstück geworden und dieser Prozess bestimmt auch maßgeblich meine Erinnerung.

Alltägliche Begleiter vs. anlassbezogener Schmuck?
Linda: Ich selbst trage gern Schmuck, der mich alltäglich begleiten kann und welchen ich so in Szene setzen oder kombinieren kann, dass er auch zu festlicheren Anlässen seine Wirkung hat.

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Wenn man Sie nicht gerade in Ihrer eigenen Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutie in Bonn antrifft, ist Sie entweder mit Ihrem Hund August in der Natur unterwegs, sportelt mit Ihrem Ehemann oder singt gemeinsam mit Ihrem Vater auf einem Jazz-Konzert in der Band „The RnB Expres“ – www.rnbexpress.de. Letzteres ist immer einen Besuch wert. Ob in einer Kölner Kneipe mit Kiezkultur oder im Freien vor schöner Rheinkulisse erfährt man wieder wie besonders doch LiveMusik ist.

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Modeschmuck vs. Echtschmuck
Linda: Echtschmuck. Kunst ist für mich ein Handwerk, welches ich würdigen möchte.

Statement vs. Understatement?
Linda: Understatement. Statement entsteht vielleicht mit der fraulichen Ausstrahlung, die das Alter mit sich bringt 😉

„Diamonds are girl’s best friends“?
Linda: Joa…Diamanten sind natürlich eine gute Wertanlage und sparsam eingesetzt hübsch.

Schmuckstücke sind oftmals „Werte für die Ewigkeit“ und werden von einer zu nächsten Generation vererbt – gibt es so etwas bei dir auch?
Linda: Auf jeden Fall! Meine Großmutter ist viel gereist, hat sich aus unterschiedlichen Ländern Rohstoffe mitgebracht und diese nach ihren Vorstellungen anfertigen lassen. Ich liebe es diese Schmuckstücke jetzt an meiner Mutter zu sehen und die Geschichten darüber zu hören. So bleibt das Leben meiner Großmutter präsent und hat einen Wert für die Ewigkeit.

In Kürze: Für die nächsten 10 Fragen war keine Zeit zum Nachdenken vorgesehen. Hier war Spontanität und der Gedanke des Augenblicks gefragt.

(1) Gönnst du dir einen alltäglichen Luxus? Falls ja, welcher ist das?Linda: Gutes Essen und Bewegung

(2) Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?
Linda: Am Liebsten für eine Reise

(3) Dein Beauty-Favorit?
Linda: Ich würde so gern ohne leben können. Aber Make-up für ein ebenmäßiges Hautbild ist meine Rettung.

(4) Glaubst du an Wunder?
Linda: Nein. Wunder erzeugen Menschen selbst 🙂

(5) Welche Serie fasziniert dich zur Zeit?
Linda: Die Brücke

(6) Welches Land oder welchen Ort würdest du 2019 gerne bereisen?
Linda: Irland oder Alaska

(7) Dein Lieblingsarchitekt?
Linda: Eigentlich mag ich klare und minimalistische Architektur. Aber, ich liebe Barcelona und, da Gaudi dieser Stadt seinen Zauber verleiht, sage ich Gaudi.

(8) Welches Lied begleitet dich zur Zeit durch den Alltag?
Linda: Think von Aretha Franklin

(9) Deine neuste Restaurant/ Café Entdeckung?
Linda: Die Symphonie in Bonn-Oberwinter. Das Restaurant wird von einem Musiker mit seiner Frau geführt. Es gibt eine Bühne mit Instrumenten, auf welcher die Gäste zwischendurch spielen können und der Inhaber -ein grandioser Saxophonist- verwöhnt seine Gäste sehr unaufdringlich musikalisch, während seine Frau mit einer unheimlichen Ruhe, allein in der Küche Köstlichkeiten kreiert.

(10) Welches Ziel hast du als nächstes vor Augen?
Linda: Die Gründung eines wunderbaren Unternehmens mit einer wunderbaren Freundin!